Künstliche Intelligenz kann heute Stimmen klonen und Gesichter in Videos fälschen – täuschend echt, in Sekunden, aus ein paar Schnipseln Material. Damit bekommt der alte Trickbetrug eine neue, gefährliche Dimension. Hier lernst du, worauf es jetzt ankommt.
Früher verrieten sich Fälschungen durch Tippfehler oder pixelige Bilder. Das ist vorbei. Diese drei Regeln tragen trotzdem.
KI kann beides fälschen. Dass jemand wie deine Tochter klingt oder wie dein Chef aussieht, sagt allein nichts mehr darüber aus, ob es wirklich diese Person ist.
Diese Kombination bleibt der rote Faden – egal wie echt die Stimme klingt. „Sofort", „erzähl es niemandem", „überweise jetzt": Spätestens hier stoppen.
Auflegen und über die bekannte Nummer zurückrufen. Ein Codewort abfragen. Einen spontanen Videoanruf vorschlagen. Eine echte Person macht das mit – eine KI-Fälschung weicht aus.
Klick auf eine Karte und erfahre, wie die Masche funktioniert und woran du sie trotzdem erkennst.
Hier ist eine Situation am Telefon, im Video-Call oder im Feed. Würdest du stutzig? Es passiert nichts – entscheide einfach.
KI-Bilder werden immer besser – doch oft patzen sie an denselben Stellen. Tippe auf die Punkte und sieh, worauf du bei einem verdächtigen Foto oder Video achten kannst.
Die Zahlen markieren Stellen, an denen KI-Fälschungen häufig kleine Fehler machen. Wähle einen Punkt, um den Tipp zu sehen.
Gegen geklonte Stimmen hilft ein simpler Trick besser als jede Technik: ein geheimes Wort, das nur ihr kennt. Eine KI-Fälschung kennt es nicht. Probier es hier aus – nichts wird gespeichert.
Tipp: Nehmt kein Geburtsdatum und keinen Namen aus euren sozialen Medien. Ein zufälliges Bild oder ein Familien-Insider funktioniert am besten.
Wenn eine „bekannte" Stimme unter Druck Geld will, hilft ein klarer Ablauf mehr als jedes Bauchgefühl.
Lass dich nicht drängen. Sag, dass du zurückrufst – und beende das Gespräch. Eine echte Notlage hält das aus.
Stell eine Frage, die nur die echte Person beantworten kann. Eine KI-Stimme kennt euer Codewort und eure gemeinsamen Erinnerungen nicht.
Ruf die Person selbst unter der gespeicherten Nummer an oder schlag einen Video-Anruf vor. Weigert sich das Gegenüber, ist das ein starkes Warnzeichen.
Bank anrufen und Überweisung stoppen lassen (Sperr-Notruf 116 116), Beweise sichern und Anzeige bei der Polizei erstatten. Je schneller, desto eher ist Geld zu retten.
Wer diese verinnerlicht, lässt sich von keiner noch so echten Fälschung überrumpeln.
Legt in Familie und Freundeskreis ein geheimes Wort fest. Die einfachste und stärkste Waffe gegen geklonte Stimmen.
Bei jeder Geldforderung: auflegen und über die bekannte Nummer selbst zurückrufen. Nie die Nummer aus dem Anruf nutzen.
Schlag einen spontanen Video-Anruf vor oder bitte um eine Rückfrage. Wer ausweicht oder es ablehnt, ist verdächtig.
Je weniger Sprachnachrichten und Videos öffentlich sind, desto schwerer wird das Klonen. Profile auf privat stellen.
Plötzliche Panik, Verliebtheit oder ein „sicherer" Reichtum sollen dein Urteil ausschalten. Genau dann: innehalten.
Kein echter Promi macht dich per Video schnell reich. Anlage-„Tipps" mit bekannten Gesichtern sind fast immer Deepfake-Betrug.
Bevor du ein schockierendes Video glaubst oder teilst: Woher stammt es? Berichten seriöse Medien darüber? Sonst: Vorsicht.
Diese Stellen helfen kostenlos – bei Verdacht, bei Fragen oder wenn schon etwas passiert ist.