Für alle Altersgruppen

Ein Schlüssel für dein ganzes Leben.

Hinter deinen Passwörtern steckt mehr, als du denkst: E-Mails, Fotos, Geld, deine Identität. Ein einziges schwaches oder geteiltes Passwort kann alles aufschließen. Hier lernst du – ohne Technik-Kauderwelsch – wie du dich richtig absicherst und was zu tun ist, wenn doch mal was passiert.

Drei Sätze, die fast alles abdecken

Wenn du nur drei Dinge umsetzt.

Du musst kein Technik-Profi sein. Diese drei Grundregeln schützen dich besser als die meisten komplizierten Tricks.

Ein Konto, ein eigenes Passwort.

Niemals dasselbe Passwort mehrfach. Wird ein Dienst gehackt, probieren Täter dein Passwort sofort bei E-Mail, Shop und Bank aus. Jedes Konto braucht sein eigenes.

Lang schlägt kompliziert.

„H4llo!" ist kurz und schwach. Vier zufällige Wörter wie „Tiger-Wolke-Anker-Lampe" sind viel länger, leichter zu merken und für Computer extrem schwer zu knacken.

Zwei-Faktor ist dein zweites Schloss.

Selbst wenn jemand dein Passwort kennt, kommt er ohne den zweiten Faktor (z. B. einen Code auf deinem Handy) nicht rein. Die wirksamste Einzelmaßnahme überhaupt.

Was schiefgeht

Die sechs häufigsten Passwort-Fehler.

Die meisten gehackten Konten haben nichts mit Hightech zu tun, sondern mit diesen Klassikern. Klick eine Karte für die bessere Lösung.

Live-Werkzeug

Wie stark ist dieses Passwort?

Tippe ein Beispiel ein und sieh in Echtzeit, wie sicher es wäre und wie lange ein Computer zum Knacken bräuchte.

⚠ Tippe hier nie dein echtes Passwort ein – nur ein Beispiel. Nichts wird gespeichert oder gesendet.
Tippe etwas ein
Mindestens 12 Zeichen
Groß- & Kleinbuchstaben
Mindestens eine Zahl
Ein Sonderzeichen
Kein gängiges Wort
Keine Jahreszahl / Reihenfolge
Stark und trotzdem merkbar

Die Passwort-Schmiede.

Das Geheimnis guter Passwörter: mehrere zufällige Wörter. Lang genug, um sicher zu sein – und als Bild im Kopf leicht zu merken. Würfle dir hier eins (es verlässt deinen Browser nicht).

Dein Vorschlag
🛡️ Sehr stark

So benutzt du es

Markiere das Passwort, kopiere es und nutze es für genau ein wichtiges Konto. Noch bequemer: ein Passwort-Manager merkt sich solche Passwörter für dich – dann brauchst du dir nur eins zu merken.

Merk-Tipp: Stell dir eine verrückte Szene aus den Wörtern vor – je absurder das Bild, desto besser bleibt es hängen.
Das zweite Schloss

Zwei-Faktor-Schutz — einfach erklärt.

Zwei-Faktor (2FA) heißt: Zum Einloggen braucht es zwei Dinge – dein Passwort und einen zweiten Nachweis. So nützt ein gestohlenes Passwort allein nichts mehr. Aktiviere es überall, wo es geht – zuerst bei deiner E-Mail.

Am sichersten
🔑

Sicherheits-Schlüssel / Passkey

Ein kleiner Hardware-Stick oder ein Passkey auf deinem Gerät. Kaum zu überlisten – ideal für deine wichtigsten Konten.

Sehr gut
📲

Authenticator-App

Eine App erzeugt alle 30 Sekunden einen neuen Code. Funktioniert ohne Netz und ist deutlich sicherer als SMS.

Besser als nichts
✉️

Code per SMS

Ein Code kommt per SMS. Praktisch, aber angreifbar. Nutze es nur, wenn es keine bessere Option gibt – aber lieber das als gar kein 2FA.

Notfallplan

Konto gehackt? So holst du es zurück.

Komische Logins, gesperrter Zugang, Nachrichten, die du nie geschrieben hast? Keine Panik – arbeite diese Schritte der Reihe nach ab.

1

Zuerst die E-Mail retten

Dein E-Mail-Konto ist der Generalschlüssel – über „Passwort vergessen" hängt alles daran. Sichere es zuerst: neues Passwort, 2FA an.

2

Passwort ändern & überall abmelden

Ändere das Passwort des betroffenen Kontos und nutze die Funktion „auf allen Geräten abmelden". Damit fliegen auch die Angreifer raus.

3

Gleiches Passwort woanders? Sofort ändern

Hast du dasselbe Passwort noch wo benutzt, ändere es dort umgehend. Genau hier richtet ein geknacktes Passwort den größten Schaden an.

4

Wiederherstellung & Daten prüfen

Kontrolliere hinterlegte E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Weiterleitungs-Regeln – Angreifer bauen sich gern eine Hintertür ein. Entferne, was du nicht kennst.

5

Umfeld warnen & melden

Warne Kontakte vor Nachrichten in deinem Namen. Bei Geld-Bezug: Bank informieren (Sperr-Notruf 116 116) und Anzeige bei der Polizei erstatten.

Zum Merken

Sieben Reflexe für sichere Konten.

Mach diese zur Gewohnheit – dann sind deine Konten besser geschützt als die der meisten Menschen.

🔐 Passwort-Manager nutzen

Er erstellt und merkt sich für jedes Konto ein eigenes, starkes Passwort. Du brauchst dir nur ein einziges gutes Master-Passwort zu merken.

📏 Länge vor Komplexität

Lieber vier zufällige Wörter als „Xy7!". Länge macht ein Passwort sicher – nicht möglichst viele Sonderzeichen.

🛡️ 2FA überall anschalten

Vor allem bei E-Mail, Bank und sozialen Medien. Eine Authenticator-App ist sicherer als SMS.

🚫 Niemals weitergeben

Kein echter Support, keine Bank und kein Spiel fragt je nach deinem Passwort. Wer fragt, betrügt.

📧 E-Mail extra schützen

Sie ist der Schlüssel zu allem anderen. Gib ihr dein stärkstes Passwort und unbedingt 2FA.

🔎 Auf Lecks prüfen

Mit seriösen Diensten kannst du checken, ob deine Daten in einem Datenleck auftauchen – und betroffene Passwörter sofort ändern.

🧩 Keine offensichtlichen Infos

Name, Geburtstag, Haustier, Lieblingsverein – all das steht oft in deinen sozialen Medien und ist schnell erraten.

Prüfen & Hilfe holen

Werkzeuge & Anlaufstellen.

Diese Stellen sind seriös und kostenlos – zum Prüfen, Nachlesen und im Ernstfall.

Datenleck-Check (Uni Potsdam)
HPI Identity Leak Checker
Prüfe, ob deine E-Mail in bekannten Lecks auftaucht: sec.hpi.de/ilc
Sicherheit im Netz
BSI für Bürger
Verständliche Anleitungen zu Passwörtern & 2FA: bsi.bund.de
Beratung
Verbraucherzentrale
Hilfe bei Datenmissbrauch & gehackten Konten: verbraucherzentrale.de
Bei Geld-Bezug
116 116
Karten- und Konto-Sperr-Notruf, rund um die Uhr, falls dein Bankzugang betroffen ist.