Hinter deinen Passwörtern steckt mehr, als du denkst: E-Mails, Fotos, Geld, deine Identität. Ein einziges schwaches oder geteiltes Passwort kann alles aufschließen. Hier lernst du – ohne Technik-Kauderwelsch – wie du dich richtig absicherst und was zu tun ist, wenn doch mal was passiert.
Du musst kein Technik-Profi sein. Diese drei Grundregeln schützen dich besser als die meisten komplizierten Tricks.
Niemals dasselbe Passwort mehrfach. Wird ein Dienst gehackt, probieren Täter dein Passwort sofort bei E-Mail, Shop und Bank aus. Jedes Konto braucht sein eigenes.
„H4llo!" ist kurz und schwach. Vier zufällige Wörter wie „Tiger-Wolke-Anker-Lampe" sind viel länger, leichter zu merken und für Computer extrem schwer zu knacken.
Selbst wenn jemand dein Passwort kennt, kommt er ohne den zweiten Faktor (z. B. einen Code auf deinem Handy) nicht rein. Die wirksamste Einzelmaßnahme überhaupt.
Die meisten gehackten Konten haben nichts mit Hightech zu tun, sondern mit diesen Klassikern. Klick eine Karte für die bessere Lösung.
Tippe ein Beispiel ein und sieh in Echtzeit, wie sicher es wäre und wie lange ein Computer zum Knacken bräuchte.
Das Geheimnis guter Passwörter: mehrere zufällige Wörter. Lang genug, um sicher zu sein – und als Bild im Kopf leicht zu merken. Würfle dir hier eins (es verlässt deinen Browser nicht).
Markiere das Passwort, kopiere es und nutze es für genau ein wichtiges Konto. Noch bequemer: ein Passwort-Manager merkt sich solche Passwörter für dich – dann brauchst du dir nur eins zu merken.
Zwei-Faktor (2FA) heißt: Zum Einloggen braucht es zwei Dinge – dein Passwort und einen zweiten Nachweis. So nützt ein gestohlenes Passwort allein nichts mehr. Aktiviere es überall, wo es geht – zuerst bei deiner E-Mail.
Ein kleiner Hardware-Stick oder ein Passkey auf deinem Gerät. Kaum zu überlisten – ideal für deine wichtigsten Konten.
Eine App erzeugt alle 30 Sekunden einen neuen Code. Funktioniert ohne Netz und ist deutlich sicherer als SMS.
Ein Code kommt per SMS. Praktisch, aber angreifbar. Nutze es nur, wenn es keine bessere Option gibt – aber lieber das als gar kein 2FA.
Komische Logins, gesperrter Zugang, Nachrichten, die du nie geschrieben hast? Keine Panik – arbeite diese Schritte der Reihe nach ab.
Dein E-Mail-Konto ist der Generalschlüssel – über „Passwort vergessen" hängt alles daran. Sichere es zuerst: neues Passwort, 2FA an.
Ändere das Passwort des betroffenen Kontos und nutze die Funktion „auf allen Geräten abmelden". Damit fliegen auch die Angreifer raus.
Hast du dasselbe Passwort noch wo benutzt, ändere es dort umgehend. Genau hier richtet ein geknacktes Passwort den größten Schaden an.
Kontrolliere hinterlegte E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Weiterleitungs-Regeln – Angreifer bauen sich gern eine Hintertür ein. Entferne, was du nicht kennst.
Warne Kontakte vor Nachrichten in deinem Namen. Bei Geld-Bezug: Bank informieren (Sperr-Notruf 116 116) und Anzeige bei der Polizei erstatten.
Mach diese zur Gewohnheit – dann sind deine Konten besser geschützt als die der meisten Menschen.
Er erstellt und merkt sich für jedes Konto ein eigenes, starkes Passwort. Du brauchst dir nur ein einziges gutes Master-Passwort zu merken.
Lieber vier zufällige Wörter als „Xy7!". Länge macht ein Passwort sicher – nicht möglichst viele Sonderzeichen.
Vor allem bei E-Mail, Bank und sozialen Medien. Eine Authenticator-App ist sicherer als SMS.
Kein echter Support, keine Bank und kein Spiel fragt je nach deinem Passwort. Wer fragt, betrügt.
Sie ist der Schlüssel zu allem anderen. Gib ihr dein stärkstes Passwort und unbedingt 2FA.
Mit seriösen Diensten kannst du checken, ob deine Daten in einem Datenleck auftauchen – und betroffene Passwörter sofort ändern.
Name, Geburtstag, Haustier, Lieblingsverein – all das steht oft in deinen sozialen Medien und ist schnell erraten.
Diese Stellen sind seriös und kostenlos – zum Prüfen, Nachlesen und im Ernstfall.