Für Sie, Ihre Eltern und Großeltern

Misstrauen ist keine Unhöflichkeit.

Betrüger rufen an, klingeln an der Tür und schreiben Nachrichten – ganz gezielt an ältere Menschen. Wer ihre Tricks kennt, fällt nicht darauf herein. Hier lernen Sie die häufigsten Maschen kennen und üben in aller Ruhe, wie Sie reagieren.

Drei Sätze, die immer gelten

Wenn Sie nur drei Dinge mitnehmen.

Diese drei Grundregeln durchschauen fast jeden Betrugsversuch – egal, wie überzeugend er klingt.

Echte Behörden und Banken fragen nie nach Bargeld, Schmuck oder Ihrer TAN.

Weder die Polizei noch Ihre Bank holt Geld bei Ihnen ab oder lässt es „in Sicherheit bringen". Wer das verlangt, ist ein Betrüger – ohne Ausnahme.

Druck und Eile sind das Warnsignal.

„Sofort", „sonst passiert etwas Schlimmes", „sagen Sie es niemandem" – Betrüger erzeugen Angst, damit Sie nicht nachdenken. Echte Anliegen vertragen eine Nacht Bedenkzeit.

Auflegen ist immer erlaubt.

Sie müssen niemandem etwas erklären. Legen Sie auf, machen Sie die Tür nicht auf, antworten Sie nicht. Rufen Sie danach selbst zurück – über eine Nummer, die Sie kennen.

So gehen die Täter vor

Die häufigsten Maschen — und wie Sie sie erkennen.

Klicken Sie auf eine Karte, um zu erfahren, wie die Masche abläuft und an welchen Zeichen Sie sie sicher erkennen.

Üben Sie in Ruhe

Echt oder Betrug?

Hier ist ein Anruf oder eine Nachricht. Würden Sie reagieren oder misstrauisch werden? Es passiert nichts – probieren Sie es einfach aus.

Was steckt dahinter?

Richtig erkannt: 0 von 0
Ihr Werkzeug für den Ernstfall

Die Betrugs-Ampel.

Jemand ruft an oder steht vor der Tür und Sie sind unsicher? Tippen Sie an, was gerade passiert. Die Ampel zeigt Ihnen sofort, wie ernst die Lage ist.

Was passiert gerade?

Tippen Sie alles an, was zutrifft.

Alles ruhig

Es ist noch nichts angetippt. Wählen Sie oben aus, was gerade geschieht.

Wie würden Sie handeln?

Die Situation ist da. Was tun Sie?

Wählen Sie die Reaktion, die Sie für richtig halten. Danach erklären wir, warum sie schützt – oder warum nicht.

Situation 1 von 3
Zum Merken und Aufhängen

Sechs goldene Regeln.

Drucken Sie diese gern aus und hängen Sie sie neben das Telefon. Im Ernstfall hilft eine klare Regel mehr als jedes Nachdenken.

1

Erst auflegen, dann prüfen

Beenden Sie das Gespräch in Ruhe. Rufen Sie danach selbst an – Ihre Bank, Ihre Familie, die Polizei unter 110. Nehmen Sie die Nummer aus dem Telefonbuch, nie die aus dem Anruf.

2

Niemals Geld am Telefon zusagen

Keine Überweisung, keine Bargeld-Übergabe, keine TAN – egal wer anruft. Lassen Sie sich nicht drängen, auch nicht von einer „weinenden" Stimme.

3

Fragen Sie nach

Stellen Sie eine Frage, die nur Ihr echter Enkel beantworten kann. Vereinbaren Sie mit der Familie ein geheimes Codewort für den Notfall.

4

Keine Tür für Fremde

Lassen Sie niemanden herein, der unangemeldet kommt – auch nicht in „Uniform". Echte Beamte zeigen ihren Ausweis und warten draußen.

5

Keine Links antippen

Paket-, Bank- oder Gewinn-Nachrichten mit Link: nicht antippen, nicht antworten, löschen. Echte Stellen schicken keine Links, über die Sie Daten eingeben sollen.

6

Reden Sie darüber

Es ist keine Schande, fast hereingefallen zu sein – es passiert klugen Menschen jeden Tag. Erzählen Sie es der Familie und der Polizei. Das schützt auch andere.

Im Zweifel anrufen

Lieber einmal zu oft fragen.

Diese Stellen helfen kostenlos und ohne Vorwurf – ob Sie unsicher sind oder schon Geld verloren haben. Es ist nie zu spät und nie zu früh.

Notruf Polizei
110
Bei akutem Verdacht oder wenn jemand vor der Tür steht. Rund um die Uhr, kostenlos.
Opfer-Telefon „Weisser Ring"
116 006
Kostenlose, anonyme Hilfe für Betroffene von Straftaten – auch einfach nur zum Reden.
Verbraucherzentrale
Phishing-Radar
Warnungen und Hilfe bei verdächtigen Mails und SMS: verbraucherzentrale.de
Sicherheit im Netz
BSI
Verständliche Tipps des Bundesamts: bsi.bund.de